Naturstein, Pflaster, Holz, Keramikfliesen
Jedes Material hat seine eigenen Vorteile und eignet sich für unterschiedliche Ansprüche und Stile. Hier stellen wir die beliebtesten Materialien vor:
1. Naturstein – zeitlos, robust, unverwechselbar
Naturstein zählt zu den beliebtesten und hochwertigsten Materialien für Wege und Terrassen – und das nicht ohne Grund. Ob Granit, Sandstein, Schiefer, Kalkstein, Basalt oder Travertin: Jede Steinplatte ist ein Unikat, das durch seine natürliche Maserung, Farbtiefe und Haptik überzeugt. Naturstein fügt sich harmonisch in jeden Gartenstil ein – vom klassisch-englischen Landgarten über den mediterranen Innenhof bis hin zum modernen Stadtgarten.
Vorteile:
- Langlebig und pflegeleicht
- Jede Steinplatte ist ein Unikat
- Vielseitig kombinierbar
- Hohe Witterungsbeständigkeit (
- Wertsteigernd für Immobilien
- Recyclebar und umweltfreundlich
- Angenehmes Temperaturgefühl im Sommer
Nachteile:
- Höhere Kosten
- Aufwendige Verlegung
- Steinart muss sorgfältig zum Standort passen (Frostverträglichkeit, Rutschhemmung, Wasseraufnahme)
- Manche Steine (z. B. Sandstein, Travertin) benötigen regelmäßige Imprägnierung
In der Region Ulm und auf der Schwäbischen Alb empfehlen wir für Terrassen besonders Granit mit geflammter oder gesandblahlter Oberfläche – rutschhemmend, frostfest und pflegeleicht. Für naturnahe Gartenwege sind unregelmäßig verlegte Sandsteinplatten mit Fugenbegrünung eine wunderschöne, langlebige Lösung.
Granit
Extrem hart, frostbeständig, nahezu unverwüstlich. Ideal für stark frequentierte Wege, Einfahrten und Terrassen. Oberflächen gibt es gestockt (rutschhemmend), poliert (hochglänzend) oder geflammt (rau und wetterfest). Farben reichen von grau über beige bis anthrazit.
Sandstein
Warme Erdtöne von gelblich über ocker bis rotbraun. Sehr gut bearbeitbar, angenehm weich unter den Füßen, allerdings weniger hart als Granit und etwas anfälliger für Witterungseinflüsse. Besonders beliebt für Gartentreppe und Terrassenbeläge im Landhausstil.
Schiefer
Natürliche Schichtstruktur, charakteristische Oberfläche, in Grau- und Blautönen. Eignet sich hervorragend als Terrassenbelag mit exklusivem Charakter, sollte aber bei steilen Wegen auf rutschhemmende Oberflächen geachtet werden.
Kalkstein/ Traversen
Helle, mediterrane Optik. Sehr beliebt für Terrassen in Kombination mit südeuropäischer Bepflanzung. Leicht porös, daher mit Imprägnierung pflegen.
Basalt
Dunkelgrau bis schwarz, sehr hart und robust. Oft als Pflasterstein für Wege und Einfahrten verwendet. Zeitlos elegante Wirkung.
Porphyr
Tiefrot bis violett, unregelmäßige Formen, sehr dekorativ. Klassiker für historische Pflasterungen und gepflasterte Wege mit Charakter.
2. Betonplatten – modern, vielseitig, budgetfreundlich
Beton hat in der modernen Gartengestaltung längst sein Image als „Billiglösung“ abgelegt. Hochwertige Betonplatten und -pflastersteine sind heute in beeindruckender Formvielfalt, Farbtiefe und Oberflächenstruktur erhältlich – von großformatigen Designplatten bis hin zu versickerungsfähigen Systemsteinen. Wir stellen Ihnen die drei beliebtesten Varianten vor:
-
Arenaplatten:
Arenaplatten sind großformatige Betonplatten mit schlichtem, modernem Erscheinungsbild – häufig in Formaten wie 60 × 40 cm, 80 × 40 cm oder 60 × 60 cm erhältlich. Ihre glatte bis leicht strukturierte Oberfläche und die klaren Linien machen sie zur ersten Wahl für zeitgemäße Terrassengestaltungen und geradlinige Gartenwege. Durch ihre Größe entstehen beim Verlegen ruhige, großzügige Flächen mit wenigen Fugen – das wirkt edel und reduziert gleichzeitig den Reinigungsaufwand. Arenaplatten gibt es in zahlreichen Farbtönen von hellem Sandbeige über Anthrazit bis hin zu dunkelbasaltgrau.
Vorteile:
- Zeitloses, hochwertiges Design durch große Formate und klare Linien
- Wenige Fugen = einfache Reinigung und pflegeleichte Oberfläche
- Frostbeständig und langlebig
- Breite Farbauswahl passend zu modernen Hausfassaden
- günstiger als Naturstein bei ähnlicher optischer Wirkung
- Einfacher Austausch einzelner Platten bei Beschädigung
Nachteile:
- Größere Platten erfordern stabilen Untergrund und professionelle Verlegung
- Weniger geeignet für organisch geschwungene Wegführungen (wegen des großen Formats)
Arenaplatten in Anthrazit kombiniert mit hellen Kiesstreifen oder Rasenfugen sind bei unseren Kunden in Ulm und Blaustein derzeit besonders gefragt – sie passen perfekt zu modernen Baukörpern und schaffen einen stilvollen Übergang zwischen Haus und Garten.
-
Rainpluspflaster:
Rainpluspflaster ist ein modernes, versickerungsfähiges Betonpflastersystem, das speziell für eine dezentrale Regenwasserversickerung entwickelt wurde. Die Pflastersteine haben chanferierten Fugen oder spezielle Fugengeometrien, durch die Regenwasser direkt am Entstehungsort in den Boden versickert – ohne Kanalisation zu belasten. In Zeiten zunehmender Starkregenereignisse und kommunaler Vorschriften zur Regenwasserbewirtschaftung gewinnt dieses System stark an Bedeutung. Es ist zugelassen für Wege, Stellplätze, Hofeinfahrten und Terrassenflächen.
Vorteile:
- Sehr hohe Versickerungsleistung – reduziert Überschwemmungsrisiko bei Starkregen
- Entspricht modernen Anforderungen der Regenwasserbewirtschaftung
- Volle gestalterische Freiheit: wirkt optisch wie normales Pflaster
- Frostbeständig und langlebig
- Kann Kanalgebühren reduzieren (Abwassergebühren für versiegelte Flächen)
- Technisch zugelassen für Feuerwehrzufahrten und PKW-Stellplätze
Nachteile:
- teurer als herkömmliches Betonpflaster
- Erfordert fachgerechten Sickerunterbau (Schotterschicht, ggf. Geotextil)
- Fugen dürfen nicht mit regulärem Fugensand verfüllt werden – Spezialfugenmaterial nötig
- Reinigung nur mit niedrigem Wasserdruck, kein Hochdruckreiniger
In vielen Gemeinden im Alb-Donau-Kreis und rund um Ulm werden versickerungsfähige Beläge wie Rainpluspflaster inzwischen bei Bauvorhaben aktiv empfohlen oder sogar vorgeschrieben. Wir prüfen für Sie, ob dies auf Ihr Grundstück zutrifft – und legen Ihre Flächen dann entsprechend fachgerecht an.
-
Längsrasenpflastersteine:
Längsrasenpflastersteine – auch Rasenpflaster oder Rasengittersteine genannt – sind eine ökologisch und gestalterisch besonders interessante Lösung. Sie bestehen aus Betonrahmen mit offenen oder teiloffenen Flächen, in die Erde und Gras einwachsen. Das Ergebnis: Eine befahrbare oder begehbare Fläche, die optisch wie eine Rasenfläche wirkt, aber die Stabilität eines befestigten Belags hat. Besonders geeignet sind sie für gelegentlich befahrene Stellplätze, Feuerwehrzufahrten, breite Gartenwege oder ökologisch gestaltete Einfahrten, bei denen Versiegelung vermieden werden soll.
Vorteile:
- Sehr gute Versickerungsfähigkeit – kein Wasserablauf, kein Stau
- Ökologisch sinnvoll, reduziert Versiegelung erheblich
- Optisch grün und naturnah – integriert sich harmonisch ins Gartenbild
- Belastbar (je nach Ausführung für PKW und Feuerwehr geeignet)
- Häufig im Einklang mit kommunalen Vorgaben zur Flächenversiegelung
- Kostengünstig im Material
Nachteile:
- Rasen in den Zwischenräumen muss regelmäßig gemäht werden
- In Trockenphasen kann der eingewachsene Rasen vertrocknen und lückig werden
- Weniger geeignet als reine Sitzterrasse (unbequem für Gartenmöbel, Barfußgehen)
- Benötigt geeigneten Untergrund mit Drainagefunktion
Längsrasenpflastersteine eignen sich ideal für Stellplätze oder Zufahrten, bei denen Gemeinden oder Bebauungspläne in Baden-Württemberg eine Begrenzung der Versiegelung vorschreiben. Wir beraten Sie, welche Lösung in Ihrer Gemeinde zulässig und sinnvoll ist.
3. Holz – natürliche Wärme
Holz verleiht Außenbereichen eine warme, natürliche Ausstrahlung wie kaum ein anderes Material. Die Oberfläche fühlt sich angenehm an, wirkt einladend und fügt sich harmonisch in naturnahe Gärten ein.
Vorteile:
- Natürliche und warme Optik
- Barfußgehen besonders angenehm (heizt sich weniger auf als Stein oder Beton)
- Hervorragend für Terrassen, Podeste, Sitz- und Liegebereiche
- Bei zertifizierten Hölzern (FSC, PEFC) ökologisch vertretbar
- Gut kombinierbar mit Stahlelementen, Naturstein und modernen Fassaden
Nachteile:
- Regelmäßige Pflege erforderlich: ölen, schleifen, ggf. imprägnieren
- Empfindlich gegenüber Feuchtigkeit und Schädlingen
- Auf Wegen schnell rutschig durch Moosbildung (daher für Wege nicht empfohlen)
- Holz graut im Freien mit der Zeit aus (kann durch regelmäßiges Ölen verzögert werden)
- Splitterrisiko bei ungepflegten Oberflächen
Wenn Sie die Optik von Holz lieben, aber den Pflegeaufwand scheuen, empfehlen wir WPC (Wood Plastic Composite) als Alternative: Es sieht ähnlich aus, ist pflegeleichter und langlebiger. Sprechen Sie uns gerne darauf an.
4. Keramikfliesen – Eleganz und Pflegeleichtigkeit
Keramikfliesen für den Außenbereich sind eine besonders elegante Wahl für Terrassen. Dank moderner Feinsteinzeug-Technologie sind sie in nahezu jeder Optik erhältlich – Natursteinimitat, Holzdekor, Beton-Look oder abstrakte Designfliesen – und dabei deutlich pflegeleichter als das Original.
Vorteile:
- Sehr pflegeleicht: glatte Oberfläche lässt sich einfach reinigen
- Wetter-, UV- und frostbeständig (auf Frosteignung achten: mind. 3 % Wasseraufnahme)
- Breite Designauswahl: Steinoptik, Holzoptik, Betonoptik, Farbfliesen
- Langlebig und hygienisch
Nachteile:
- Aufwendige Verlegung: Unterkonstruktion, Flexkleber, spezielle Fugenmassen nötig
- Höhere Verlegungskosten als Beton oder Kies
- Bei Beschädigung schwieriger zu ersetzen als Platten
- Fliesen können bei falscher Verlegung durch Frost aufspringen
5. Kies und Schotter – unkompliziert und naturnah
Kies und Schotter sind die unkompliziertesten und preisgünstigsten Lösungen für Wege und Flächengestaltungen im Garten. Sie bieten gute Drainageeigenschaften und lassen sich schnell verlegen – entweder als provisorischer Belag oder als bewusste Designentscheidung im Stil eines japanischen oder mediterranen Gartens.
Vorteile:
- Einfache und schnelle Verlegung
- Günstigste Option unter allen Materialien
- Ausgezeichnete Versickerungsfähigkeit – 100 % wasserdurchlässig
- Hohe Flexibilität: Formen und Verläufe frei wählbar
- Breite Sortimentauswahl: Zierkies, Flußkies, Splitt, Edelsplitt, Basaltschotter
Nachteile:
- Wenig geeignet für Terrassensitzbereiche (Gartenmöbel stehen nicht stabil)
- Kies kann verrutschen und auf Begehwegen komfortlos sein
- Regelmäßiges Nachfüllen und Harken notwendig
- Unkrautdurchbruch ohne Vliesunterlage möglich
Für Kiesgärten empfehlen wir immer ein hochwertiges Unkrautvlies als Grundlage und eine Kiesschicht von mindestens 6–8 cm. So bleibt das Ergebnis dauerhaft sauber und unkrautfrei.
Fazit: Welches Material passt zu Ihnen?
Die Wahl des richtigen Materials für Wege und Terrassen hängt von drei Faktoren ab: Budget, Pflegebereitschaft und gewünschter Optik. Hier eine kurze Orientierung:
Ziel:
Maximale Langlebigkeit und Wertigkeit
Moderne Optik, budgetbewusst
Ökologisch, Versickerung wichtig
Natürlich Wärme
Edles Design
günstig, naturnah, flexibel
Empfehlung
Naturstein (Granit, Sandstein)
Arenaplatten (Beton)
Rainpluspflaster oder Längsrasenpflaster
Holz (Bangkirai, Thermoholz)
Keramikfliesen (Feinsteinzeug)
Kies oder Schotter
Was auch immer Sie wählen: Eine fachgerechte Verlegung mit richtigem Unterbau, Gefälle und Fugenabdichtung entscheidet am Ende über die Langlebigkeit Ihrer Investition. Als Ihr Fachbetrieb für Garten- und Landschaftsbau in Ulm, Blaustein und dem Alb-Donau-Kreis beraten wir Sie gerne persönlich – und setzen Ihr Projekt professionell um.
FAQ
Welches Material ist am günstigsten für einen Gartenweg?
Das günstigste Material ist Kies oder Schotter – bereits ab ca. 13–40 €/m² inklusive Vliesunterlage und Einbau. Wer einen festen Belag möchte, liegt mit Längsrasenpflastersteinen oder einfachen Betonplatten ebenfalls im kostengünstigen Bereich (ab ca. 38–75 €/m²).
Was ist der Unterschied zwischen Arenaplatten und normalen Betonplatten?
Arenaplatten sind großformatige Betonplatten (z. B. 60 × 40 oder 80 × 40 cm) mit einer besonders glatten oder strukturierten Oberfläche und modernem, cleanem Design. Sie wirken hochwertiger als klassische kleine Betonplatten und erzeugen durch weniger Fugen ein ruhigeres, großzügiges Erscheinungsbild.
Ist Holz als Belag für Gartenwege geeignet?
Nur eingeschränkt. Holz eignet sich sehr gut für Terrassen und Sitzbereiche, auf Wegen jedoch wird es durch permanente Feuchtigkeitsbelastung und Beschattung schnell rutschig und vergraut ungleichmäßig. Für Wege empfehlen wir stattdessen Naturstein oder Betonplatten mit rutschhemmender Oberfläche.
Brauche ich als Grundstückseigentümer in Baden-Württemberg eine Genehmigung für die Terrassengestaltung?
Das hängt von Ihrer Gemeinde und dem jeweiligen Bebauungsplan ab. In vielen Kommunen rund um Ulm gibt es Regelungen zu versiegelten Flächen, Kiesgärten oder Abstandsflächen. Wir von Zaiser kennen die lokalen Vorgaben und beraten Sie, bevor Sie in die Planung einsteigen.
Wie lange halten Betonplatten im Vergleich zu Naturstein?
Hochwertige Betonplatten halten bei fachgerechter Verlegung 20–30 Jahre und länger. Naturstein ist in der Regel noch langlebiger – Granitplatten beispielsweise überdauern Generationen, wenn sie richtig verlegt und gelegentlich gereinigt werden.
Kann Zaiser Gartengestaltung die Verlegung komplett übernehmen?
Ja. Wir planen, beschaffen und verlegen alle genannten Materialien – von der Planung über den Aushub und Unterbau bis hin zur fertigen Oberfläche. Auf Wunsch übernehmen wir auch die laufende Pflege im Rahmen unseres Gartenpflege-Pakets.
Jetzt unverbindlich beraten lassen!
Sie möchten wissen, welches Material zu Ihrem Garten, Ihrem Budget und Ihren Wünschen passt? Wir von Zaiser Gartengestaltung beraten Sie persönlich und kostenlos – in der Region Ulm, Blaustein, Neu-Ulm und dem Alb-Donau-Kreis.